
Projekt · Eigenkonstruktion
Ein Elektrosegler mit 44 Solarzellen auf der Tragfläche: Rumpf, Kohlefaser-Ausleger und V-Leitwerk in klassischer Auslegung, dazu Antrieb, FPV-Technik und die selbst laminierten Solarzellen. Konstruktion, Auslegung und Bau — von der CAD-Fläche bis zum 3D-gedruckten Rumpf — in Eigenregie.
Konzept
SG2 hat einen schlanken Rumpf mit Bugmotor, ein V-Leitwerk an einem Kohlefaser-Ausleger und eine durchgehende Tragfläche, deren Oberseite vollständig mit 44 monokristallinen Solarzellen belegt ist — die Fläche ist damit gleichzeitig Auftriebskörper und Kraftwerk.
Zellenfertigung
Die 44 monokristallinen C60-Zellen werden in Gruppen verlötet und anschließend unter PET-Folie laminiert — für eine wetterfeste, biegsame Solarhaut, die sich direkt auf die Tragflächenoberseite kaschieren lässt.
Erstflug
Der Erstflug dauerte rund 45 Minuten und führte über mehrere Steig- und Segelphasen bis auf über 400 m Höhe. Parallel geloggt: die Ladeleistung der Solarzellen im Flug, die dabei Werte nahe der rechnerischen Spitzenleistung von 168 W erreichte.
Konstruktion & Fertigung
Die Fläche trägt Kohlefaserrohre als Hauptholm, die tragenden 3D-Druckteile entstehen aus leichtem PLA HT LW. Ausleger und Fläche sind über gedruckte Steckverbinder gekoppelt, der Rumpf beherbergt Antrieb, Flugelektronik, Akkus und die VTX-Strecke für den Livebild-Feed.
Materialkosten Gesamtaufbau: ca. 732 € (Kohlefaser, Solarzellen, Antrieb, Elektronik, Servos, Empfänger).